Frei zur Uraufführung

Als Kammerspiel bezeichnet man ein Theaterstück das in einem eher kleinen Theaterraum gespielt wird. Es agieren meist nur wenige Schauspieler auf der Bühne, mit geringer Dekoration, Kulisse und ohne Statisterie. Das Kammerspiel legt den Wert des Spiels auf den Schauspieler und die Schauspielkunst.

Als Kammerspiel bezeichnet man auch den Ort in dem das Kammerspiel aufgeführt wird. Er ist im Vergleich zum Schauspielhaus für weniger Publikum ausgerichtet.

Die räumliche Nähe des Zuschauer zur Bühne geben der Vorstellung eine fast schon intime Nähe. Das ermöglicht es dem Theaterstück/dem Kammerspiel seinen Schwerpunkt auf die Gespräche und Beziehungen zwischen den Figuren zu legen sowie auf deren Charakter und psychologische Dimension.   

Nicht wirklich!?

Ein Gedanken-Spiel über das Leben und darüber hinaus


Kammerspiel

Bühnenbilder: 1

Besetzung: 2w / 1 m 

Ansichtsexemplar & Aufführungsrechte

Theatergruppen erhalten ein Ansichtsexemplar sowie die Aufführungsrechte über den Autoren: 

Klaus Ziegler, Würzburger Straße 16, 36391 Sinntal

Telefon: 06665-231325

E-Mail: info(at)theatertexte-ziegler.de


Theater ermöglicht, daß wir die Kontinuität der Zeit aufheben. Es gibt uns die Möglichkeit die Perspektive auf die Wahrnehmung der realen Wirklichkeit zu überschreiten, hin zur Darstellung unseres Bewusstseins von der Welt, dem Sinn, dem Sein und dem Selbst


Zum Inhalt

Drei Verstorbene begegnen sich während sie auf ihre Bestattung warten. Wie kann das sein? Was und wo sind sie eigentlich wirklich? Wer hat sie eigentlich zusammengeführt, das Schicksal, der Tod oder das Bestattungsinstitut? Und warum gerade sie? Menschliches und Wesentliches prallen aufeinander. Wie verhält man sich in so einer Situation am besten? Helfen die Antworten aus dem Leben jetzt noch weiter? 


Immer wieder führt die Handlung die Protagonisten in paradoxes „lachhaftes“ Verhalten. In diesen Momenten offenbart das Komische einen Widerspruch zwischen dem was gedacht und erwartet wird, und dem, was wahrgenommen wird. Es konfrontiert sie immer wieder damit, dass das Leben nicht nur so ist, wie es ihnen scheint. Es gibt noch eine andere, eine unsichtbare, eigentliche Realität. Diese wird durch die entlarvende Kraft des Komischen für einen Moment offenbart. 

Ernsthaft, atmosphärisch dicht und nachdenklich machend, verbunden mit humorvoll distanzierenden Szenen, führt es den Zuschauer zur Betrachtung seines eigenen Lebens, mal reflektierend erkennend, mal befreiend lachend.                                                

Ein Kammerspiel, das von den Schauspielern eine starke Präsenz erfordert.


Bühnenbild

In der Rückwand ist halb rechts ein offener Durchgang in einen kleinen Flur. Der Flur führt rechts zu Särgen. An der rechten Seitenwand ist eine Türe, die zum Eingangsbereich führt. Die Tür ist verschlossen. An der linken Seitenwand steht ein Sideboard, darauf ein Strauß roter Rosen und ein Kondolenzbuch. Mit etwas Abstand dazu eine Schale und ein Hinweis für Spendengeld. Ein nüchterner, kühler Raum, wie ein Wartesaal. 


Requisiten

Gepolsterte Stühle oder bequeme „Clubsessel“.


Die Personen

Julia Meier. Alter ca. 25 - 33 Jahre. 

Sie trägt ein kurzes, Figurbetontes leichtes Sommerkleid, flache sportliche Schuhe. 


Stephanie Weber. Alter ca. 35 - 40 Jahre.

Sie ist mit einem schmalen Rock und einer Bluse bekleidet und trägt Schuhe mit Absatz.


Markus Keller. Alter ca. 40 - 50 Jahre.

Er ist mit einem Faschingskostüm eingekleidet, dem Narren oder Eulenspiegel.